Band 
Zweiter Theil.
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hoflagerte und seine Mutter Claudia daselbst begrub, aus-geblüht. Wieder Andere erzählen, daß Constantinus derGroße, als er nach dem Siege über Maxentius das Kreuzin sein Heerbanner aufnahm, in der ihm treuen Stadtder Nemeter den ersten Bischof verordnet habe. Alle dieseAngaben sind aus späterer, uncritischer Zeit, unwahrschein-lich aber ist die Gründung der Speyerer Kirche durchApostelschüler nicht. Der erste Bischof des Speyerer Stuhles,welcher genannt wird, ist Jesse. Allein die einzige Ur-kunde, die Akten eines angeblich zu Cöln im Jahr 346gehaltenen Concil's, entbehrt aller geschichtlichen Gewähr,drückt sich im Gegentheile selbst das Siegel der Falschheitauf. Nach Jesse — wenn ein solcher lebte — finden wirdie Reihe der Speyrer Bischöfe alsbald wieder unterbro-chen, und zwar, wie spätere Chronisten wollen, weil Aria-ner sich des Stuhles bemächtigten. Leichter aber erklärtsich diese Lücke durch die Stürme der Völkerwanderung,welche mit dem Ablaufe des vierten und mit dem Be-ginne des fünften Jahrhunderts verwüstend über den Rheinbrausten. Die alte Nemeterstadt erlag zuerst den Ala-mannen (361), dann den Wandalen (407). Kaum abererhob Speyer sich wieder aus den Trümmern, als Attila(451) mit seinen Schaaren über den Rhein ging unddie Stadt wieder dem Erdboden gleich machte. Die wenigenverzagenden Christen, die sich in die bischöfliche Kirche ge-flüchtet, wurden beim Gottesdienste durch die Hunnenüberfallen und rings um den Hochaltar ermordet. Erst mitder Frankenherrschast kehrte die Ruhe in die verwüstetenRheinlande zurück. Unter den Merovingern ist es aber erstDagobert I. (622—638), welcher in dem abermal aus sei-nen Trümmern erstandenen und zu einer bedeutenden Stadtdes Frankenreiches heranblübenden Nemeta (Ncmidona)

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