Band 
Zweiter Theil.
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läßt sich noch keine ordentliche Reihenfolge für die Inhaberdieses Stuhles aufstellen. Nur so viel ist gewiß, daß keinedauernde Erledigung mehr für ihn eintrat. Was liegt aberauch an Namen? Wenn sie nur im Himmel aufgeschrie-ben werden, und dafür sorgen die Werke. — „Das jungeBisthum wuchs sowohl an Ansehen seiner Bischöfe, da diesemeistens durch Gelehrsamkeit berühmt, im vertrauten Diensteder Könige, sowie in öffentlichen Angelegenheiten sich aus-zeichneten, als auch an Macht und Reichthum, indem Kö-nige und Edle das Hochstift mit Gütern, Zehnten undsonstigen Rechten und Gefallen beschenkten. Kaiser Con-rad II., der auch den Namen des „Speyerer's" führte,legte (1030) an der Stelle der alten baufälligen Bischofs-kircbe den Grundstein zu dem heute noch stehenden Domund verordnete, daß alle seine Nachfolger im Reiche,welche, ohne sich im Leben ein Grab bestimmt zu haben,diesseits der Alpen stürben, im Königschore des Domessollten bestattet werden. So ward dieser Kathedrale einausgezeichneter Rang unter den bischöflichen Kirchen Deutsch-lands angewiesen, und der Ruhm des neuen Gotteshauseserscholl so weit, baß sogar der byzantinische Kaiserhof zuConstantinopel unter der Regierung Heinrich's IV. (1056bis 1106) dem Dome zu Speyer ein kostbares getriebenesAltarblatt von gediegenem Golde weihte, um die Freund-schaft des abendländischen Kaisers zu gewinnen. Im An-fange des zwölften Jahrhunderts war das Hochstift schonso mächtig geworden, daß selbst Kaiser Friederich Barba-rossa es nicht verschmähte, dessen Kastenvogt zu sein. DieBischöfe saßen auf der Fürstendank. Die edelsten Grafenam Rheinstrome, die Leiningen, Ochsenstein, Eberstein undSickingen rechneten es sich zur Ehre, des Speyerer Hoch-stistes Kämmerer, Schenke, Marschälle und Bannerer zu