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sein. In späteren Tagen (1546) wurden die Bischöfe so-gar doppelt gefürstet, da es ihnen gelang, die gefürsteteReichspropstei des kaiserlichen Stiftes Weißenburg mitihrem Krummstabe aus immer zu vereinigen.
»Ungleich ausgedehnter als die Grenze der weltlichenHerrschaft war übrigens der Kirchensprengel der Bischöfevon Speyer. Mag in der christlichen Urzeit der Sprengelder Speyerer Kirche nicht über die Mauern der Nemeter-stadl gegangen sein, welche vielleicht nur eine stille Christen-gemeinde barg, und etwa später seit Constantin demGroßen nicht mehr als das alte Land der Nemeter mitden Legivnenlagern zu Altrip, Rheinzabern und Bergzabernumfaßt haben — eine eigentliche Umschreibung des Kir-chensprengels ist erst in der Zeit nachzuweisen, in welcherder Apostel der Deutschen, Winfried-Bonifacius, denStuhl zu Mainz bestieg, und Papst Zacharias im Jahre748 das Edier erließ, daß die Kirche von Mainzdem Bonifacius und seinen Nacbsolgern fürewige Zeiten als Meiropolitankirche über-tragen werde, und die Städte Tvngern (Lüt-ti ch), Cöln, Worms, Speyer und Utrecht, sowiealle Völker Germaniens, welche durch Boni-facius zum Christenthume bekehrt werden,unter sich haben solle. Auf dem Maitage zu Türen779 gab dann Karl der Große dieser Bisthumscintheilungdie reichsgesetzliche Gewähr, indem er die Metropoliran-rechic des Mainzer Bischofs anerkannte", aber nun auchStraß bürg, Constanz und Augsburg in diesenVerband einschloß, dem sich bald auch noch Chur anreihte.Durch das Ebict des Papstes waren auch die neuerrich-teten Bisthümer Ersuri, Buraburg, Würzburgund Eichstädl der neuen Metropole zugewiesen. Da-