Band 
Zweiter Theil.
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sie angehörten. Doch ist keineswegs zu läugnen, daß sieden genannten Stühlen angehören konnten, denn der Be-stand dieser Stühle in jener Zeit ist eine geschichtlicheThatsache, die sich in keiner Weise mehr bestreiten läßt.

Der heilige Hilarius von Poitiers hat um die Mitte ^des vierten Jahrhunderts ein eigenes Sendschreiben »andie Bischöfe des obern und niedern Germaniens« erlassen;daß aber diese Bischöfe, wie überhaupt die ganze gallischeKirche erklärte Feinde der arianischen Irrlehre waren, isteben so unbestreitbare Thatsache. Der genannte Heiligeund sein Zeitgenosse Athanasius selbst, der viele Jahre zuTrier in der Verbannung lebte, gibt ihnen dieses Zeug-niß. Nun aber brausten die Stürme der Völkerwanderungheran, und mit den Städten sanken die Bischofsstühlein Trümmer. Erst um die Mitte des sechsten Jahrhun-deris erstanden sie allmälig wieder aus denselben. Ve-nantius Fortunatus, der gewichtige Gewährsmannaus dieser Zeit, rühmt von Sidonius in Mainz:

korrizil eoos lnsnum xeuitor Lickonius urbj,

Ouo rsnovsnts loe» prisos ruina perit,

(Siehe Sidonius reicht der Sladt die Hand nun als Vater.

Und es ersteht aus dem Schutt neu das Zerfallne durch ihn). *

sowie von Caraternus in Cöln, ebenfalls seinemZeitgenossen:

Xures tsinpls novss pretioso tults ckevors.nitss, mxls vsi kirlxet donore äomus.

Nnsoris nuweri quv templs ospsois oonslsnl, ^

Xlter in exeslso psnckulus orelo ilstur.

(Golden erneust du die Tempel, von kostbarem Schmucke getragen.

Du stehst selber im Glanz, darum das Haus auch des Herrn.

* l.ib. IX. Lpi^r. 9. Siehe Usxiins bibliotk. vet. ksir. Ly 0 'ner Augabe. 1677, ff. Bd. X. Seite 582.