Band 
Zweiter Theil.
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Daß dabei die Tempel noch mehr der Gläubigen fassen.

Steigt noch die zweite Reih' über der ersten empor). ^

Dasselbe Zeugniß gibt der Dichter, der bald daraufselbst den Bischofsstuhl bestieg, dem Bischof Nicetiusi, von Trier, und dem Bischof Villicus von Metz:Zeugnisse genug für die Wiedererhebung der zertrümmertenBischossstühle und- Kirchen in der Nähe des Rheinstromes.Auch die Kirche von Worms und ihr Stuhl wird damalswieder erstanden sein. Die Geschichte freilich bleibt langenoch stumm. Nur von Zeit zu Zeit wird das Dunkel voneinem matten Schimmer durchbrochen, der aber nichts mitBestimmtheit erkennen läßt. So wird ein gewisser Chro-told oder Rochold, aber ohne Angabe der Zeit, ge-nannt, dem die Wiederherstellung der von den Hunnenzerstörten Stadt Wimpsen bei Heilbronn am Neckar unddie Gründling des dortigen Klosters zugeschrieben wird.Dann erscheint nach der Salzburger Ueberlieferung gegenEnde des sechsten, nach Mabillon erst gegen Ende dessiebenten Jahrhunderts der Apostel Baierns, Rupert,auf dem Sruhle zu Worms. „Für das Letztere kommthier in Betracht, daß er zufolge feiner ältesten Bio-graphie** im fünften Jahre Childebert's III., also 697,in Worms Bischof war, und zwar aus der fränkischenKönigssamilie abstammte; aus eine Einladung des HerzogsTheodo nahm er die Berufung zur Mission nach Baiernan, jedoch ohne auf seinen Sitz in Worms zu verzichten,'s so daß die mehrfach wiederholte Bezeichnung seines eige-nen Sitzes, seines eigenen Vaterlandes, auch nur vonWorms verstanden werden kann, und im Widerspruch mit

* INb. IIl. 19. S. Usx. >>ilil. vst. kslr. X. S. 544.

** Vits priiuixenis , bei Kleinmayr, Nachrichten von Juvavia, (Salzburg). S. 7.