Band 
Zweiter Theil.
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der üblichen Annnahme auck sein Tod nickt in Salzburg,sondern in Worms angesetzt werden muß. Die späternBiographien kennen ein anderes Verhältniß zu Worms,lassen ibn den hiesigen Stubl gänzlich ausgeben, undführen seinen Weggang sagenhaft noch weiter so aus, daßer durck einen Aufstand der Arianer unter deren gott-losem Anführer Bartharius unter Schimpf und Scklä-gen aus der Stadt vertrieben worden sei. (So die zweiteLebensbeschreibung aus dem Anfang des zwölften Jahr-hunderts ^et. Lsnot. Loll. Nsrt. III. p. 702, und dievierte aus dem fünfzehnten Jahrhundert bei Oanis. lect.ant. III. 2. p. 321.)"* Hirschel, der Verfasser des Ar-tikels: „Worms", bei Welte's Kirchenlexikon, weiß diesespätere Ausschmückung kür den oberflächlichen Blick in dastäuschendste Licht zu stellen, wenn er ganz leichtweg undfließend berichtet: „Auf Chrotold im sechsten Jahrhun-dert folgte Ruperl oder Rup reckt, ein edler Franke,welcher noch gegen die arianische Ketzerei zu kämpfen hatte.Dic>e war wegen des Militärregiments in den rheinisckenStädten durch das Machtgebot der häretischen Kaiser ein-geführt worden und erhielt sich durch die größtenteilsdem Arianismus verfallenen und für ihn mit Feuer undSckwert eifernden Barbaren. Gerade in Worms mag der-selbe sehr mächtig gewesen sein, weil sich dasselbe in denHänden der Burgunder befand. Wenn nun diese auck vonden Franken unterworfen worden waren, so war damitdie Häresie noch nicht überwunden, sondern wir wissenaus Gregor von Tours, daß zu seinen Lebzeiten — ebenin der letzten Hälfte des sechsten Jahrhunderts — diedeftigsten Kämpfe mit derselben stattfanden. Es ist darum

* ReNberz 1. S. 636.