Band 
Zweiter Theil.
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namentlich in den Kriegen Ludwig's des Frommenin der ersten Hälfte des neunten Jahrhunderts, später,nachdem es sich schnell wieder erholt hatte, durch die Raub-züge der Normannen, welche 891 Stadt und Landmit Feuer und Schwert verheerten, und wenige Jahrzehntedarnach (933 und 938) durch die wilden Einbrüche derUngarn, welche wo möglich noch schlimmer hausten;dann, nachdem es aus's Neue wieder emporgeblüht war,durch die traurige Zerrissenheit aller Bande und Verhält-nisse unter Heinrich IV. (1055—1105), am meistenaber durch die Reformation und ihren entsetzlichen Sohn,den dreißigjährigen Krieg, und ihre noch entsetzlichereTochter, die französische Revolution, bei einer fortwähren-den Abwechslung des schönsten Sonnenscheins mit denschwersten Gewittern, Prüfungen auf Prüfungen zu be-stehen. Was Wunder, wenn er endlich unter dem letztenSturme zusammenbrach, um sich nicht wieder zu erheben!Im Coneordate mit Baiern vom 5. Juni 1817 wurdeder zu Rheinbaiern gehörige Theil des Bisthums Worms,nachdem er vorher Mainz zugeschlagen gewesen, der Diä-rese Sp eh er einverleibt, und durch die Umschreibungsbullefür die oberrheinische Kirchenprovinz vom 16. August 1821das auf dem rechten Rheinufer gelegene Gebiet des zusam-mengestürzten Stuhles unter die Erzdiöcese Frei bürg imBreisgau, und die Bisthümer Mainz und Rotten bürgvertheilt. Das Uebrige war schon durch die Revolution anFrankreich gefallen. Es ist viel, daß nicht das ganze Rhein-gebiet in den Krallen seines Adlers hängen geblieben. Doch

„Sie sollen ihn nicht haben

Den freien deutschen Rhein,

Db sie, wie gier'ge Raben,

Sich heiser darnach schrei'n.

Einfuhr, d, Christenthums II.

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