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beit abgeschnitten. Nur im innern Gallien, das in kirch-licher Beziehung ein geschlossenes Ganzes bildete, war dieKirche soweit organisirt, daß geregelte Metropolitanver-hältnisse darin obwalteten. In den Grenzgebieten war dießnicht der Fall. Und als vollends die alte Welt unter demallvernichtcnden Tritte der Völkerwanderung zusammenbrach,mußte es Jahrhunderte anstehen, bis die zerstampfte Saatnur wieder sich zur halben Höhe emporzurichten vermochte,und kaum hatte sie es mit Mühe und Noth wieder soweit gebracht, als sie vorn Unkrauts des Sittenverfallsüberwuchert und vom Schwerte der Bruderkriege nieder-gemäht wurde. Herrlich hatte die gallische Kirche in denletzten Tagen der Römerherrschast geblüht, und die schönsteMorgenröthe leuchtete der werdenden deutschen. Alles fielin Trümmer, aber Chlodwig und seine Franken nahmendas Christenthum an, und wieder winkte die Hoffnung;doch nachdem man etliche Schritte vorwärts gemacht hatte,siehe da ging's unvermerkt wieder rückwärts , und amAbende des Merovingergcschlechts war es finsterer, als esam Morgen desselben gewesen. Das Christenthum warzur Frage geworden, das Heidenthum griff wieder nachdem Herrscherstabe. Bon einer geregelten Organisation derKirche, besonders in den Rheingegenden, war die ganzeDauer der merovingischen Herrschaft über nie die Rede.In höherem Ansehen mögen einzelne Bischofsstühle, be-sonders wenn gerade hervorragende Persönlichkeiten aufdenselben saßen, namentlich die Stühle der größern Städte,gestanden haben; aber eine amtliche, eine gesetzliche Ober-gewalt übten sie nicht. Erst durch Bonifacius wurdedie Hierarchie der deutschen Kirche gegründet. Er wurdevom Papste zum Bischof von Mainz, zugleich aberauch zum Primas von Deutschland bestellt. Und