Band 
Zweiter Theil.
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liches Protokoll, die Akten eines angeblich im Jahr 346zu Cöln gehaltenen Concils auf, das den »unverbesserlichenKetzer« Euphrates seiner bischöflichen Würde entsetzt; unddiese wiewohl nicht sehr fein geschmiedeten und selbst demungeübten Auge leicht als erbärmliches Machwerk der Ge-schichtsfälschung erkennbaren Akten werden, obwohl nichtganz ohne Argwohn, von den meisten Sammlern derartigerUrkunden, sogar von Mansi, in ihre Sammlungen auf-genommen! Der Inhalt nun des Trauerspiels, das inLiesen Akten aufgeführt wird, ist nach Rettberg (1, 124)folgender: »Euphrates, Bischof von Cöln ist in Ketzereiverfallen, wornach er die Gottheit Christi läugnet; seinebenachbarten Amtsbrüder lassen es an Warnungen nichtfehlen: Servatius von Tongern hat in Gegenwart desAthanas selbst ihm dringende Vorstellungen gemacht,Bischof Jesse von Speyer hat im Verein mit Martinvon Mainz unter Zuziehung dreier anderer Cleriker ihnbestürmt, aber statt Besserung zu erwirken nur Gottes-lästerungen von ihm vernommen; fünf Bischöfe, darunterValerian von Auxerre und Am and von Straßburg, spre-chen schon eine Verdammung über ihn aus. Da glaubtdie gesammte Geistlichkeit Galliens einschreiten zu müssen;am 12. Mai 346 treten 14 Bischöfe unter dem Vorsitzedes Maxim in von Trier zusammen, denen 10 andereschriftlich ihre Beistimmung zusenden; es wird ein An-klagebries der cölnischen Gemeinde und aller Städte deszweiten Germaniens gegen Euphrates verlesen, erdarauf durch das einstimmige Urtheil der Synode abge-setzt und ihm ein Nachfolger rn der Person des Seve-rin gegeben. Weiter wird berichtet, Euphrates sei balddarauf an einem innern Schaden gestorben, und da ihmkein kirchliches Begrabniß gestattet ward, sei er Neust