Band 
Zweiter Theil.
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gegenüber in den Rhein gestürzt worden. Unter den zumConcile versammelten Bischöfen wird Maximin vonTrier, Martin von Mainz, Servatius von Tongern,Victor von Worms, Jesse vonSpeyer, Amand vonStraßburg, Justinian von Augusta Rauracorum ge-nannt«. — »Ein Jahr nach diesem Concile (347)«, setztRettberg hinzu, »findet sich derselbe Euphrates, der346 zu Cöln als Ketzer verstorben sein soll, auf der Kir-chenversammlung zu Sardica unter den Wortführernder Rechtgläubigkeit; das Berttauen des ganzen Abend-landes auf ihn ist so groß, daß er zugleich mit Vincenzvon Capua als Abgesandter an Kaiser Constantiusin den Orient geschickt wird, um Namens der Synodewegen Restituirung des Athanas und der übrigen durchdie Arianer abgesetzten rechtgläubigen Bischöfe zu unter-handeln. Ja sein wahres Verhältniß zu den Arianern.deren Grundsätze ihm doch aufgebürdet werden, erhellt erstnoch aus einer ärgerlicken Geschichte, die Athanas selbsterzählt. Um den moralischen Einfluß jener beiden Abge-sandten bei Constantius zu schwächen, leitete der aria-nische Bischof von Antiochien, Stephan us, eine schänd-liche Intrigue ein: eine feile Dirne ward heimlich in dasSchlafzimmer des Euphrates geschasst, um sie dort zumEntsetzen Aller ertappen zu können. Allein diese, in ihrerErwartung getäuscht, da sie nur einen zagenden Greisfand, der sie für ein Gespenst hielt, entdeckte die ganzeKabale des Arianerbischoss und die Unschuld des Eu-phrates. Es wird aus diesem Berichte des Athanaswenigstens die Theilnahme abgenommen werden können,die er an der Person des kölnischen Bischofs nahm, unddamit die angebliche Ketzerei, die ihm Jahrs zuvor dieAbsetzung zugezogen habe, durchaus unvereinbar erscheinen.«