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»„Ich gehe dir nur voran, du folgest mir in Kurzem nach.Wache und bete und bereite dich mit allem Fleiße auf deineSterbestunde, befestige durch Wort uud Beispiel die neube-kehrten Christen im Glauben und erhalte sie dem Herrn.««Der fromme Sterbende erhob seine Augen zum Himmel, legteseine Hände über der Brust kreuzweise zusammen und sprach:„»Herr, du guter, treuer Gott! Du hast mich erlöset; indeine Hände empfehle ich meinen Geist!«« Dieses seinletztes Gebet ward erhört. Er entschlief sanft im Frieden undging ein in die Freude seines Herrn. Er starb den 9. Mai,so viel man weiß oder wenigstens muthmaßt, im Jahre 112nach der freudenreichen Geburt unsers Herrn, seines Alters90 Jahre. Achates bestattete den entseelten Leib den letztenWorten des Verstorbenen gemäß, neben der Höhle, die siebeide gemeinschaftlich bewohnt hatten. Die Christen derumliegenden Gegend fanden, herzlich betrübt, sich bei derBeerdigung ein, und bedauerten den unersetzlichen Verlust,der sie und das ganze Land betroffen hatte. Die biedernSchweizer errichteten in ihrem frommen Sinne dem heili-gen Manne ohne Kosten ein bleibendes Denkmal, sienannten den Berg, dessen Höhle er bewohnt hatte, nachseinem Namen, und noch bis aus den heutigen Tag heißter der Beatusberg«. *
§ 25. Der heilige Lucius.
Allmälig öffnen sich uns die Hallen der Geschichte.Beda der Ehrwürdige berichtet in seiner »Kirchengerichtedes engländischen Volkes« (I., 4): »unter der Regierungdes römischen Kaisers Commodus (180—192), zur Zeit,
* Chr. Schund, die Apostel Deutschlands. Augsburg 1S4S. Er-stes Bündchen, S. 40 ff.