Band 
Zweiter Theil.
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lande, erbaute an der Mosel zwischen Coblenz und Trier,näher bezeichnet zwischen Cochem und Zell, wieder einKloster und eine Kirche zu Ehren des heiligen Hilarius,das heutige Eller, in der ältesten Biographie Fridolin's(von einem Seckinger Mönche Baltherus oder Waltheraus dem zehnten Jahrhundert) Helera genannt, zog dannhinunter an den Rhein und von da wieder herauf nachdem Wasgaugebirge und in's Elsaß und erbaute auch hiereine Hilariuskirche. Von da lenkte er, wieder allenthalbenerbauend und bauend, lehrend in Wort und That, seineSchritte durch's Burgunder Land nach Rhätien, errichteteauch dort in der Hauptstadt des Landes, Coira oderCuria (Chur), seinem Heiligen eine Kirche, die heut-zutage sogenannte Kirche zu St.Lärien; und rings herumbis tief in's Alamannenland hinein erhoben sich nundurch sein Beispiel hervorgerufen, Kirchen um Kirchen zuEhren desselben Heiligen, so zu Fürstenberg bei Donau-eschingen, zu Dauchingen unweit Rottweil, zu Bollschweilund Ebnat in der Nähe von Breisach.

Endlich aber ward er des Wanderns müde und dachteauf Gründung eines festere Sitzes, der einen sichern Mit-telpunkt und Herb für die Bekehrung des noch in derNacht des Heidenthums begrabenen Alamannenvolkes ab-geben könnte. Sein Heiliger hatte ihm in dem zweitenGesichte, dessen er ihn würdigte, dazu eine mitten imRheinstrom gelegene Insel bezeichnet, und König Chlod-wig, bei dem er Abschied genommen, als er seine Wan-derung nach Alamannien angetreten, hatte ihm die Insel,die er sich wählen würde, zum Voraus zum Eigen-thum zugesagt. Daran und noch an so manchem Anderem,was in dieser Lebensbeschreibung erzählt ist, stoßt sichnun die historische Kritik und vergißt des Sprüchworts: