Band 
Zweiter Theil.
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wurde er von der Gemeinschaft ausgeschlossen und durchBuße gestraft. Keiner wagte es, dem Nächsten Böses mitBösem zu vergelten, oder nur ein hartes Wort fallen zulassen, so daß man glauben mußte, als ob in menschlicherGesellschaft ein Leben von Engeln geführt würde. Darumwurde denn auch der heilige Mann mit so dankbarer Ge-sinnung verehrt, daß, wo er in einem Hause einige Zeitverweilte, alle Herzen zu strenger Uebung des Glaubenssich entschlossen.

So gelangte denn auch das Gerücht von Columbanusan den Hof des Königs Guntram (Sigebert), welcherzu dieser Zeit mit Ruhm über (die beiden fränkischen Kö-nigreiche Austrasien und)* Burgund herrschte. DerFranken Name aber stand vor den übrigen VölkerschaftenGalliens in Ansehen. Als nun der heilige Mann mit denSeinigen vor dem Könige erschienen war, kam er bei diesemund den Hofleuten in hohe Gunst ob der Fülle seiner treff-lichen Lehre. Endlich bat ihn der König, er möge im gal-lischen (fränkischen) Gebiete verbleiben und nicht zu andarenVölkern ziehen, er wolle, setzte er hinzu, Alles thun, waser begehre. Da erwiderte Columban dem Könige, er wollenicht von fremden Schätzen reich werden, sondern, soweitihn nicht die Schwachheit des Fleisches daran hindere,dem Worte des Evangeliums nachkommen: Wer mirnachfolgen will, der verläugne sich selbst undnehme sein Kreuz aus sich und folge mir nach(Marc. 8, 3ll). Darauf antwortete der König und sprach:»Wenn du Christi Kreuz aus dich nehmen und ihm nach-folgen willst, so suche die Ruhe einer Einsiedelei, nursorge, daß du zur Erhöhung deines Lohns und zu unse-

^ Wird sich auf den nächsten Blättern aufhellen.