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liche Geistlichen und Lehrjünger des frommen Bischofesum das Sterbebett versammelt. Sie standen da mit ge-falteten Händen, und beteten zu Gott, er möchte ihnendoch, wenn es sein heiliger Wille nicht anders verlange,ihren heißgeliebten Vater noch eine Zeit lang lassen.Sie flüsterten einander wohl auch den Inhalt ihrer Ge-bete, Wünsche und Hoffnungen zu und sagten mit leiserStimme: »Heute — nein, heute, stirbt er noch nicht.«Der Sterbende hörte es und sprach: »Ja, noch heute! —Haltet mich doch nicht auf!« Hierauf ließ er sich in denBetsaal tragen, in welchem ein Altar stand, der dem gött-lichen Erlöser geweiht war. Die beiden Flügelthüren, mitdenen nach alter Sitte das Altarbild verschlossen war,wurden geöffnet. Im Anblicke dieses Bildes betete Gregorlange mit inniger Andacht und ließ sicb dann als Weg-zehrung für die Reise in die Ewigkeit das heiligste Sa-krament des Altars reichen. Bald darnach verschied er, dasAntlitz gegen den Altar gerichtet, und Augen und Herzzum Himmel erbobcn. Ein Heiliger war gestorben. Erwurde an der Stätte, an welcber er hingeschieden war,in der St. Salvatorskapelle, beigesetzt.
Der heilige Lebuin,
oder Liafwin, ohne Zweifel ein geborener Angelsachse,der erst mit dem Einkitte in das Apostelamt zugleich mdie Hallen der Geschichte eintritt, kam in den ersten Jabrender Alleinherrschaft Karls des Großen, um 771, begeistertfür die Verbreitung des Christenthums unter den deutschenBrüdern seines Volkes, den Frisen und Sachsen, aus dasFestland herüber und erbat sich von Gregor von Ut-recht die Sendung zur Glaubenspretigt an der Msel amder Grenzschnde zwischen Frisen, Franken und Sachsen.