Band 
Sechster Theil.
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Der Abrbischof von Utrecht stellte ihm den AngelsachsenMarchelm, in lateinischer Form Marcellin, den-selben, den er in Rom aus den Händen der Seelenver-käufer erlöst und in die Münsterschule von Utrecht in dieErziehung gegeben hatte, als Mitarbeiter im Weinbergedes Herrn zur Seite. Die beiden Glaubensboten ließensich mitten im Schooße einer Bevölkerung nieder, die nochtief im Statten des Todes saß. Zwar war Willebrordmit seiner Predigt bis zu den Dänen vorgedrungen, aberer hatte bin und ber diese Reise zur See gemalt, undbatte nirgends am Festlande angelegt; Bonifaciushatte sogar zu Land, nach allen Seiten bin den Samendes göttlichen Wortes ausstreuend, die Fahne des Kreuzesbis an die Mündung der Borda getragen, aber er fandaucb daselbst seinen Märtyrertod, und der ausgestreute Samekam nur an den Küstenstrichen zum Keimen; und zwarweniger durch die unmittelbare Glaubenspredigi, als durchdie fortwährende Berührung mit der christlichen Handels-welt, besonders der angelsächsischen. Tiefer im Lande,hauptsächlich an den Marken der Sachsen, schwang derGötzendienst noch immer beinahe mit unumschränkter Ge-walt seinen eisernen Szepter. Aber untere beiden Glaubens-boten fürchteten ibn nicht. Sie traten, das Kreuz in derHand, mitten in den Kreis der Heiden und sprachen ohnealle Scheu von der Nichtigkeit ihrer Götter und der Ver-kehrtheit ihrer Herzen, und predigten Christum den Ge-kreuzigten, vor dem sich alle Kniee beugen müßten imHimmel und auf'Erden und unter der Erde. Und derHerr segnete ihre Predigt und öffnete die Herzen desVolkes den Strahlen seiner Gnade. Besonders unter denVornehmem bckebncn sich Viele. Sie legten zusammenund bauten eine Kapelle zuWülpen am westlichen, und