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Bremen. Noch lange nach diesen Greueltaten raste derSturm der Verfolgung bei den abtrünnigen Sachsen.
Willehad verweilte nur kurze Zeit zu Utrecht. Esdrängte ihn nach dem Grabe der beiden Apostelsürsten.Er vereinigte sich mit seinem Freund und Mitarbeiter,dem heiligen Liudger, und dessen Bruder H i ldegrim,die er beide in Utrecht trat, zu einer Pilgerfahrt nach Rom.Auf dem Wege dahin sprachen die Männer Gottes beieinem Sohne Karl's des Großen, Pipin, dem Königeder Longobarden, ein. In der Hauptstadt der Christenheitangekommen empfahl Willehad sich und die ganze Schaarder Gläubigen inbrünstig und andachtsvoll der Gnadedes Herrn. Insbesondere betete er für Diejenigen, derenewige Wohlfahrt ihm am nächsten am Herzen lag, aufdaß nicht etwa seine junge Pflanzung im Sachsenlandeganz zertreten, nnd vernichtet werden möchte. Auf demheiligen Stuhle Petri saß dazumal Hadrian I. (772 bis795), der innige Freund Karl's des Großen. Willehadstellte sich und seine Lage ihm vor und fragte ihn inDemuth, was er thun sollte. Der Papst rieth ihm, ge-trosten Muthes in die Nähe der Frisen und Sachsen zu-rückzukehren, und dort an einem sichern Zufluchtsorte aufder Grenze des fränkischen Reiches in ruhiger Stille dieStunde abzuwarten, die ihn zu seiner verwaisten Herdezurückrufen würde. Der Heilige folgte diesem Rathe undkehrte gestärkt und freudigen Herzens in's Reich der Fran-ken zurück und nahm seinen Aufenthalt in Asternacha(Epternach), sammelte daselbst seine durch die Verfolgungzerstreuten Schüler wieder um sich und sprach ihnen Trostein und ermähnte sie auszuharren in der Treue gegenDenjenigen, der da treu gewesen bis zum Tode, ja biszum Tod am Kreuze.