Band 
Sechster Theil.
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Zwei Jahre lang weilte er zu Afternacha, in stiller Ver-borgenheit für das Heil seiner Seele und die Seelen Aller,die ihm der Herr übergeben hatte, betend und wirkendohne Unterlaß. Da sagte ihm der Geist des Herrn, seineStunde sei nun gekommen. Und er machte sich auf undging zu König Karl, der mittlerweile das ganze Sachsen-land seiner Herrschaft wieder unterworfen hatte und sichnun in der Beste Eresburgh (dem heutigen Stadtberge)an der Diemel aushielt, und schilderte ihm den brennendenEifer, welcher ihn treibe, den Frieden des Evangeliumszu verbreiten, und bat ihn um Auftrag und Sendung zudiesem heiligen Werke. Karl befahl ihm, in Christo Namenden Sprengel wieder aufzusuchen, den er zu bilden ange-fangen, und gab ihm zur Unterstützung bei seiner Arbeitund zum Unterhalte für seine Gehülfen eine Abtei aufaltchristlichem Boden, das Kloster Justina in Franken(Mont-Jutin im Oberburgund), zu Lehen.

Voll freudiger Zuversicht zu Gott kehrte der gute Hirtezu seinen verlorenen Schafen zurück und sammelte siewieder zu seinem Hirtenstab, und verkündigte wieder alleinVolke laut und eifrig die Lehre Christi, und stellte diezerstörten Kirchen wieder her und verordnete bewährteMänner für sie, den Menschen den Weg des Heiles zuweisen. Und also gelangte unter dem Segen des Herrndas Volk der Sachsen noch in demselben Jahre (785)wieder zu dem Glauben, um die es durch die Ränke desTeufels betrogen worden war. Selbst Widukind, derUrheber des Abfalls, unterwarf sich dem Sieger Karl underlangte die Gnade der Taufe.

Als nun die Sachsen, obwohl gezwungen, den trotzigenNacken unter das sanfte Joch Christi gebeugt hatten undAlles zum Frieden gebracht schien, ließ der große Franken-