Band 
Sechster Theil.
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könig Karl den Knecht Gottes Willehad in Worms, woer gerade sein Hoflager hatte, am 13. Juli (787) zumBischöfe weihen und bestellte ihn zum Seelenhirten überWigmodi (die Umgebung von Bremen), Laren (dieLandschaft Leri oder der Laregau), Riustrien (das heu-tige Rustringer Land, den nördlichen Theil der Halbinselzwischen den Mündungen der Weser und Ems), Asterga(Ostringien, gleich dem vorigen im GroßherzogthumOldenburg, zwischen dem Rustringer und Wanger Lande),Nordendien (Nordendi, die Umgebung der Stadt Nor-den im nordöstlichen Theile Ostfriedlands) und Wanga(das heutige Wanger Land im Jeverschen Kreise vonOldenburg), um die Bevölkerung dieser Gaue in bischöf-licher Hoheit zu leiten und zu regieren.

Die Erhebung Willehad's zur bischöflichen Würde war,wie unsere Quelle weiter berichtet, deßhalb so lange ver-schoben worden, weil das widerspenstige Volk der Sachsendurchaus nichts von einem bischöflichen Regimente wissenwollte, hatte es sich doch selbst gewöhnliche Priester nurmit dem äußersten Widerstreben und nur auf kurze Zeitgefallen lassen. Aus diesem Grunde wirkte der Heiligesieben Jahre zuvor, obwohl er zum Oberhirten ernanntwar und Alles selbstständig anordnete, nur als Presbyter.Nun er aber die bischöfliche Weihe empfangen hatte, ver-doppelte er seinen Eifer und bemühte sich in erhöhtemMaße, Allen ein Vorbild und Führer zu werden auf demWege des Heils, er bewährte durch die That, was er mitdem Munde predigte. Seine Nahrung bestand in Brodund Honig, Gemüse und Obst; Wein und Meth, über-haupt alle berauschenden Getränke mied er; auch desFleisches und selbst der Milch enthielt er sich, nur in denletzten Jahren seines Lebens aß er aus Gehorsam gegen