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den Statthalter Christi, der es ihm um seiner Körper-schwäche willen befohlen hatte, zuweilen Fische. Täglichbrachte er^unter vielen Thränen und mit völlig zerknirsch-tem Herzen das heilige Meßopfer dar, und unablässig lasund forschte er in der Schrift, besonders in den Psalmen,deren er täglich wenigstens einen feierlich absang. Karlder Große schenkte ihm deßhalb einen prächtigen latei-nischen Psalter, den er selbst von dem Papste Hadrianzum Geschenke bekommen halte. Ueber achthundert Jahre langwurde diese kostbare, mit großen Goldbuchslaben geschrie-bene Handschrift in der Domkirche zu Bremen aufbewahrtund an hohen Festtagen dem Volke gezeigt. Jetzt befindetsie sich in der kaiserlichen Bibliothek zu Wien.
Mehr als einmal im Jahre machte der heilige Bischofdie Runde durch seinen ganzen Sprengel und predigteund taufte und firmte und führte die Verirrten zurückauf den Weg des Lebens. Seinen Sitz nahm er in derStadt Bremen. Dort erbaute er ein Gotteshaus, zwarnur aus Holz, aber von wunderbarer Schönheit. Dieseseine bischöfliche Kirche weihte der Heilige am Sonntagedem 1. des Novembermondes 789, unter Anrufung desheiligen Petrus zu Ehren unsers Herrn Jesu Christi. Balddaraus begab er sich im Dienste Gottes nach einem imFrisenlande gelegenen Orte seines Sprengels mit NamenPleccateshem (Blexem an der Weser, unterhalb Vege-sack, wo noch heute ein Brunnen seinen Namen führt).Dort ward er von einem heftigen Fieber befallen, dessenGlut mit jedem Tage zunahm und seinen Begleitern zu-letzt jede Hoffnung auf seine Genesung raubte. Da tratEiner derselben, mit Namen Egisrik, der mit demHeiligen vertraulicher zu reden pflegte, an sein Sterbe-lager und sprach in Tbränen ausbrechend: »Scheide doch