Band 
Sechster Theil.
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nicht so schnell von Denjenigen, die du erst vor Kurzemdem Reiche Gottes gewonnen hast; verlaß nicht so srühdie Gemeinde, welche dir der Herr in die Hut gegeben, aufdaß die Herde, die noch so schwach im Glauben ist, nichtden Bissen der Wölfe preisgegeben werde. Beraube uns,deine demüthigen Schützlinge, nicht so bald deiner heilig-reinen Gegenwart, aus daß wir nicht umherirren wie Schafeohne Hirten." Tief ergriffen antwortete der Mann Gottes:»Mein Sohn, rufe mich nicht zurück vom Anschauen meinesHerrn und Meisters, schildere mir nicht länger mit klagen-den Worten die Last des zeitlichen Daseins. Ich wünschenickt länger zu leben und habe keine Furcht vor demTode, ich bete nur zu Gott, den ich stets von ganzer Seelegeliebt, dem ich mit voller Hingebung gedient habe, ermöge mir in seiner Güte und Milde meine Bemühungenlohnen, wie ihm beliebe; die Schafe aber, die er mir an-vertraut bat, übergebe ich seiner Obhut. Seine Kraft wares ja auch allein, die mich beseelte, wenn ich etwasGutes zu wirken vermocht habe. Seine Güte wird aucheuch nicht verlassen, denn alle Lande stnd voll seiner Barm-herzigkeit."

Also richtete in frommer Ergebung der Mann Gottesseine Blicke jederzeit nack oben und sandle ohne Unterlaßsein Gebet zum Himmel. Er entschlief m Christo, demHerrn, am Sonntage, dem 8. des Novembcrmondes (789).Bon allen Seilen eilte das Bolk herbei und begleitete dieLeiche unter Psalmengesang nach Bremen, wo sie mit dergrößten Feierlichkeit in der von ihm erbauten Kirche zuSt. Peter beigesetzt wurde. Sein Nachfolger Willerich,der diese Kirche abbrach und eine steinerne an ihre Stellesetzte, ließ sie bei dieser Gelegenheit nach einer auf derSüdseite des Domes von ihm erbauten Kapelle bringen,