Band 
Sechster Theil.
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die Samenkörner des Glaubens und des ewigen Lebens,die er ausstreute, vom Thau der göttlichen Gnade be-wässert in den Herzen so üppig aufsproßten, davon zeugenbis auf den heutigen Tag die Völker, die er dem ReicheGottes gewann, die Kirchen, die er aller Orten erbaute,die frommen Vereine, die er allenthalben zu Stande brachte.Er entfaltete überall eine solche Warme des Eifers undeine solche Fülle der Weisheit, daß man deutlich sehenkonnte, wie sehr er ein Gefäß der Gnade war. Die siegendeWahrheit, womit er das Evangelium predigte, übte eineso gewaltige Wirkung auf die Heiden, daß ihrer Tausendedie heilige Taufe von ihm begehrten, und sein Ruf sichnach allen Seiten hin verbreitete.«

Die Bewohner der fünf Gaue hatten bei ihrer Unter-werfung unter den gewaltigen Szepter Karl's des Großensich zur Annahme des Christenthums bereit erklärt für denFall, daß ihnen ein Glaubenslehrer gegeben würde, dessenSprache sie verständen. Diesen Lehrer hatte man ihnen inder Person Liudger's, ihres Landsmannes, gegeben, undsie hatten gehalten, was sie auf diese Bedingung hin ver-sprochen, sie hatten das Christenthum angenommen, undtrugen es nun im Herzen, und prägten es aus in derThat. Da erkannten die Heiden den Baum des Lebensund das Leben des Baumes an seinen Früchten, und allerOrten, wo der Baum noch nicht gepflanzt war, oderwenigstens noch keine Früchte trug, erwachte das Ver-langen, selbst einen solchen Baum zu haben und Früchtevon ihm zu gewinnen. Dies war insbesondere bei der Be-völkerung des Eilandes der Fall, das dem heiligen Wil-lebrord auf seiner Rückkehr aus Dänemark bald zumGrabe geworden wäre, des sogenannten Fosetelandes. DerDienst des Götzen, von welchem es diesen Namen führte,