Band 
Sechster Theil.
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Auf die Kunde nun von einem Abfalle der schonlängst im geheimen Einvernehmen mit Rom stehendenHerzoge von Spoletum und Benevent, der das Gebietdes Nebenbuhlers um das Doppelte vergrößerte, zog D e-siderius durch das Exarchat und die Pentapolis mitFeuer und Schwert gegen sie heran und warf den HerzogAlboin von Spoletum, den er in seine Gewalt bekam,und mit ihm die Beamten, die dem heiligen Petrus undseinem Verbündeten, dem Frankenkönige, den Eid der Treuegeschworen, nach schwerer Mißhandlung in's Gefängniß,setzte dem Lande einen neuen Herzog in der Person einesgewissen Theodicius, und rückte dann gen Oto-r a n t u m (Otranto), der äußersten, am adriaiischen Meeregelegenen Stadt Benevents, in die sich dessen HerzogLiutprand geflüchtet hatte. Und hier war es denn, woer am deutlichsten erkannte, was allein Schuld war, daßdie Langobarden die Eroberung der Halbinsel nicht voll-enden konnten, und hier war es denn auch, wo er zu demverzweifelten Mittel eines Bündnisses mit dem Urfeindeseines Volkes zu greifen beschloß. Nachdem er den ab-trünnigen Herzog lange Zeit vergeblich aus seinem Zu-fluchtsorte zu locken gesucht hatte, setzte er ihm einenNachfolger in der Person eines seiner verläßlichern Großen,mit Namen Arichis, und vermählte demselben zur Be-festigung seiner Treue die älteste seiner Töchter. Hierausbegab er sich nach Neapel, das noch den Griechen ge-hörte, und verabredete mit dem dortigen Legaten einegemeinschaftliche Belagerung von Otorantum, bei der dieGriechen die Stadt von der See, die Longobarden vomLande aus angreifen sollten, und bedung sich von derganzen Belagerung, wenn sie den vereinten Kräften ge-lungen wäre, lediglich nichts aus, als den von ihm abae-