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fallenen Herzog und dessen Erzieher und Rathgeber, Jo-hannes. Das Uebrige, die ganze bis dahin longobardischeStadt mit Allem, was darinnen wäre, sollte den Griechenzufallen. Dasselbe schlug er in Betreff Ravenna's vor,das sein Vorgänger wieder herausgegeben und er bisjetzt noch nicht wieder in seine Gewalt bekommen hatte.Der Legat übermittelte ein Schreiben von ihm nach Con-stantinopel, worin Desiderius den Kaiser aufforderte, »einHeer nach Italien herüberzuschicken, dem er sich dann mitder Streitmacht der Longobarden anschließen würde, umso die Stadt von zwei Seiten anzugreifen und sie wiederin die Gewalt des Kaisers zu bringen. Der Longobardegedachte dem Griechen natürlich so wenig Wort zu halten,als er dem Römer und dem Franken Wort hielt. Wenner die Städte nur einmal hatte, sie zu behaupten getrauteer sich schon. Eben so aber konnten auch die Griechenrechnen. Die Longobarden unmittelbar zu überwältigenund auszutreiben fühlten sie sich zu schwach, sie mußtenzuvor wieder festen Fuß aus der Halbinsel gefaßt haben,und dazu wollten ihnen nun die Longobarden selbst ver-helfen. Was war natürlicher, als daß sie mit beidenHänden nach dieser Gelegenheit griffen? Was war natür-licher, als daß das Bündniß zu Stande kam? Mochtedann die Frucht dieses Bündnisses auch das Bündnißselbst wieder zerreißen, Rom war durch dasselbe gefallenund wurde in dem Kriege, der nun zwischen beiden Ver-bündeten um den Besitz der Eroberung ausbrach, entwederlongobardisch oder griechisch. In beiden Fällen war es umseine Freiheit geschehen. Nein, erobern durfte es sich nicht lasten,am wenigsten durch die Longobarden oder die Griechen,denn die einen wie die anderen dachten nur aus seineUnterdrückung; lieber wollte es sich selbst unterwerfen, und