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wieder von einer großen Schaar Bewaffneter nach derPetcrskirche, wurde hier von dem genannten Bischöfe vonPräneste und den Bischöfen Eustatius von Albano undCitronatus von Porto zum Papste geweiht, und saß nunein Jahr und einen Monat lang auf dem römischenStuhle, Niemand ahnete, daß ihn der LongobardenkönigDesiderius auf denselben gesetzt hatte.
Solche gottlose Neuerung konnten Christoph, der ersteder sieben Pfalzrichter, welche die Papstwahl zu leiten hatten,und dessen Sohn, der Schatzmeister Sergius, ein Mitgliedderselben Behörde, nicht länger mitansehen. Sie erwirkten sichvon ihremObern, dem eingedrungenen Papste, Urlaub zu einerReise unter dem Vorgeben, nach dem Spoletaner Klosterunsers Herrn und Heilandes Jesu Christi gehen und alldortendas Mönchskleid anlegen zu wollen. Statt dessen aber batensie, in Spoletum angekommen, den dortigen Herzog Theo-dicius um ein Geleite über den Po zu König Desiderius.Das ward ihnen gewährt. Wie sie nun vor den Königder Langobarden kamen, lagen sie ihm, dem Einzigen,von dem sie sich erfolgreichen Beistand versprechen zu kön-nen glaubten, flehentlich an, er möchte ihnen zu Hülsekommen und die Kirche Gottes von solchem Uebel erlösen.Der aber sprach: »was gehen mich eure Händel zu Roman? Da sehet ihr zu!" Sie ließen sich das gesagt seinund machten sich auf den Rückweg. In der Stadt Reate(Rieti) aber sammelte Sergius, während sein VaterChristoph anderswo thätig war, eine Schaar Bewaff-neter um sich, zog an ihrer Spitze gen Rom und drangin der Abenddämmerung des 29. Juli in die Stadt. Wiedas Toto und Passiv us am andern Morgen hörten,zogen sie mit einer zahlreichen Mannschaft durch dieStraßen und riefen die Reatiner zum Kampfe. Es be-