Band 
Sechster Theil.
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mit dem Herzogthum Ferrara im Norden, der Pen-tapolis und dem Herzogthum Perugia im Süden,das Herzogthum Spoleto mit Einschluß von Fermound Osimo, und das ganze Herzogthum Benevent,mit einem Worte das ganze mittlere Italien, undüberdies, was noch von den beiden Provinzen Venetienund Jstrien zum Longobardenreiche gehört hatte, als welt-liches Gebiet auf ewige Zeiten und verleibte dasselbe alsSchutzstaat, aber als selbstständiges Land, dem großen Franken-reiche ein. Gelang es dem Papste auch nie vollkommen, seineLandesherrlichkeit über den ganzen Umfang desselben auszu-dehnen, und wechselten die Marken des Kirchenstaatesim Laufe der Zeit auch vielfach, so blieb doch immer derKern, der sich schon längst von selbst um den Stuhl desBischofes der Stadt Rom angesetzt hatte, und dieser Kernwar das archimedische Fleckchen Bodens, * dessen derselbezur Pflanzung und Leitung eines allumfassenden Gottes-reiches bedurfte, und diesen Kern hatte ihm nun Karl,der König der Franken, durch die Eroberung Italiensund die Einverleibuwg desselben in das allumfassendeWeltreich, in welchem er diesem Gottesreiche den Kör-per schaffen sollte, gesichert. Die Welten aber drehen sichin elliptischen Bahnen, und es bedarf zweier Hebel zurBewegung derselben und zweier Gewalten zur Ansehungund Führung dieser Hebel, und jede derselben ihres eige-nen Fleckchens, von dem aus sie im steten Einvernehmenmit der andern schaffe, aus daß der Weltkörper, währender von der einen Seite gehoben wird, nicht auf der andern

^ Archimedes, der berühmte Mathematiker von Syrakus, ver-langte bekanntlich nur ein Plätzchen zum Stehen, um die Erde inBewegung zu setzen und diese Bewegung zu leiten.