Band 
Sechster Theil.
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die von einem fränkischen Großen aus dem Haspengaugeehlicht, diesem den berühmten Bischof Chrodegangvon Metz und den Erbauer des Klosters Lorsch Gunde-land, welcher im Jahre 779 gls erster Abt desselbenstarb, und außer diesen beiden noch einen dritten Sohngebar, den Vater Jngram's, dessen Tochter Jrmengarddie erste Gemahlin Kaiser Ludwig's des Frommen wurde.

Wir sehen aus diesem einzigen Beispiele der KinderKarl des Hammers, wie weit sich die Familien desAdels, besonders des Herrscherhauses, in den Haushaltvon Staat und Kirche verzweigten, und wie dadurch diehöchsten weltlichen und geistlichen Stellen am Ende zubloßen Versorgungsanstalten für die überzähligen Gliederderselben herabgewürdigt werden mußten, und wir könnenuns nun einen schwachen Begriff von dem unberechen-baren Nachtheile machen, den eine übergroße Fruchtbarkeitdieser Familien dem zeitlichen und ewigen Heile der Be-völkerung brachte.

Weniger ausschweifend als Karl der Hammer war seinSohn Pipin. Er begnügte sich mit seiner GemahlinBertrada und hörte, wie wir aus einem päpstlichenSchreiben erfahren, als die Stunde der Versuchung überihn kam, auf die Stimme des heiligen Vaters; er über-wand das Gelüste, sie zu verstoßen. Sie gebar ihm zweiSöhne, Karl und Karlmann, und dazwischen hineindrei Töchter, Gisla, Rothaid und Adelheid. Diebeiden letztem starben frühzeitig, Gisla, die sich schonin ihren Mädchenjahren ganz dem Dienste der Religionhingegeben, wenige Jahre vor ihrers Bruders, des KaisersTod, in demselben Kloster, in welchem sie gelebt hatte(Cala, jetzt Chelles bei Paris). Diese Familie war klein,und kein drittes Blut, kein stiefliches Verhältniß mischte