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NUN wieder offenen Hauptstadt hervor und bot alle Völkerseines Reiches, von Osten und Westen, von Norden undSüden, zum Heereszuge gegen das zitternde Rom aufund vergalt mit gedoppeltem Maße dem ganzen römischenGebiete, was Pipin am longobardischen gethan. Er branntealle Ortschaften, alle Kirchen und Klöster und Häuser bisunter die Thore der Hauptstadt nieder, er fing Menschenund Vieh weg, er riß den Säugling von der Mutter Brustund tödtete jenen und schändete diese, und richtete Felderund Saaten und Alles und Alles zu Grunde, und alsothat er drei volle Monate lang. Und die Reihe dieserSchandthaten an der Hauptstadt der Christenheit eröffneteer mit dem Anfange des neuen Jahres (756) und drohteihr nimmer ein Ziel zu setzen, bis ihm die Römer ihrenBischof lebendig oder todt ausliefern würden. Aber dieRömer bewährten sich im Feuer, wie das Gold, undharreten aus bis an's Ende, darum wurden sie auch nachVersluß von drei Monaten errettet aus der Hand ihrerblutdürstigen Feinde. Es gelang ihrem heiligen Vater,einen Boten an seinen Verbündeten, den Frankenkönig,abgehen zu lassen, und der Herr führte denselben glücklichüber dre See bis zum Orte seiner Bestimmung. Er kameben recht zur Eröffnung des neuen Reichstages, und mitder Botschaft, welche er brachte, wurde denn auch dieserReichstag eröffnet, und ein zweiter Kriegszug auf dem-selben gegen die Langobarden beschlossen.
Pipin bot abermals die gesammte Streitmacht seinesReiches auf und zog an der Spitze derselben wieder durchdas Burgunderland über die Stadt Cavalonum (Chalonsan der Saone), das Thal hinab bis nach Janua (Gens),und von da wieder in die Savoyer Gebirge nach Mau-rienna. Wie das König Aistuls erfuhr, zog er alsbald mit