Band 
Sechster Theil.
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Frankenreiches, nach dem Kloster Gemedium (Jumiegesan der Seine unterhalb Rouen) gebracht, alltvo er seineTage von der Welt vergessen beschloß. Auch seine beidenSöhne, Theodo und Theotbert, sowie seine Gemah-lin und seine Töchter traf dieses Loos, und die bajova-rische Herzogswürde wurde abgeschafft, und Karl's des Gro-ßen Schwager, Gerold, ein Bruder seiner verstorbenenGemahlin Hildegard, als fränkischer Statthalter oder Prä-fekt, wie ihn die zeitgenössische Geschichtschreibung betitelt, überdas nun dem Frankenreiche förmlich einverleibte Land gesetzt.4. Die Unterwerfung der Avaren, und die Errichtungder Ostmark.

Noch aber war die Ruhe nicht herstellt. Die Avarenhielten dem nun verbannten Thasstlo ihre Zusage, sie sam-melten zwei Heere und fielen mit dem einen in die srän-kisch-longobardische Grasschaft, das frühere longobardischeHerzogthum, Friaul, mit dem andern in das Land derBayern ein, um den beabsichtigten Weltbrand allda unterden Füßen des Allgewaltigen anzufachen, aber Karl warihnen, wie wir so eben gesehen haben, mit seiner Wehrzuvorgekommen, und aus beiden Seiten wurden sie durchdieselben Völker, zu deren Bundesgenossen sie kurz zuvornoch geworben worden waren, unter ihren neuen Führern,dem eben so kriegsmuthigen, als kriegstüchtigen Geroldvon Bayern, und seinem gleich tapfern und gleich treuenBundesgenossen, Erich von Friaul, mit großem Verlustezurückgeschlagen. Um dafür Rache zu nehmen, fielen sieabermals und mit größerer Macht in das Bayerland ein,sie wurden wieder von dessen selbem Helden schon beimersten Zusammenstoß geworfen und mit ungeheurem Ver-luste über die Ens und die Donau zurückgejagt. Karlaber glaubte sie nun auch in ihrem eigenen Lande angrei--

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