Band 
Sechster Theil.
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fen zu müssen, aus daß das Reich für immer vorihren Raubeinbrüchen gesichert würde. Um die Mittedes Sommers 791 zog er seine gesammte Streit-macht zusammen und brach von Wvrms aus nachdem Bayerlande auf. Er theilte aber das Heer inzwei Theile; den einen ließ er unter dem Grasen Theo-der ich und dem Kämmerer Meginsrid auf dem nörd-lichen Donauuser ziehen; mit dem andern rückte er selbstauf dem südlichen gen Pannonien vor; die Bayern fuh-ren mit den erforderlichen Mundvorräthen zu Schiffe denStrom hinunter. An der Ens, dem Grenzflüsse zwischenden Bayern und Avaren, ward das erste Lager geschlagenund den Avaren sofort der Krieg von den Franken erklärt.Nach einer Rast von drei Tagen, während deren manum Glück und Segen für den bevorstehenden Feldzugbetete, brach das Heer auf, verjagte die Besatzungen desFeindes, erstürmte seine Rundschanzen oder Ringe, wieer dieselben nannte, eine erste unweit Krems an der Mün-dung der Kamp, nördlich der Donau, eine zweite bei Co-mageni, dem heutigen Zeiselmaur, zwischen Tuln undKönigsstätten; und es machte dabei unermeßliche Beute,denn in diesen Ringen pflegten die Avaren ihre aus allenEnden der Welt zusammengeraubten Schätze aufzuhäufen.Das ganze Land weit und b^eit verwüstend und entvöl-kernd, zog der König sodann weiter hinab gen Morgenbis zu den Gewässern des Arrabo (der Raab) und vonderen Einfluß in die Donau gen Mittag hinaus bis nachSabaria, dem heutigen Sarwar bei Stein am Anger imComitate Eisenburg, und wendete sich endlich von dortaus wieder zurück in nordöstlicher Richtung nach dem Bayer-lande, während die Völker Meginfrid's und Theodorich'swieder links der Donau durch Böhmen heimkehrten.