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Widerstand zu finden, gelangte er bis zur Quelle derLippe. Dorten, bei Lippspring, schlug er ein Standlager,und nun erschien voll Bestürzung eine zahllose MengeVolks vor dem Manne des Schreckens und flehte umGnade. Barmherzigen Sinnes , wie er war, verzieh Karlund begnügte sich mit dem Versprechen der Annahme der Taufeund mit einer neuen Bürgschaft dnrch Geißelstellung, ge-dachte aber doch des Wortes: »Vorsicht ist besser, dennNachsicht,« und stellte die Eresburg wieder her und ver-sah sie mit einer starkem Besatzung, denn die frühere ge-wesen, und legte eine neue Burg an der Lippe an, dieWiege des heutigen Lippstadt. Alsdann kehrte er nachHause zurück und blieb den Winter über auf seiner Vaterheimathlicher Burg Henstal an der Maas. Beim erstenNahen des Frühlings aber (777) begab er sich von dor-ten nach Neumagen, feierte allda das Osterfest und zogsodann, weil er den trügerischen Versprechungen der Sach-sen nicht traute, mit einem großen Heere wieder über denRhein, um den allgemeinen Reichstag diesmal im Schooßedes Sachsenlandes, in Padrabrun (Paderborn), abzuhal-ten. Und alle Großen des sächsischen Volkes erschienenauf demselben und gaben sich in seine Gewalt und ver-zichteten auf Freiheit und Vaterland für den Fall, daßsie noch einmal Wider seine Gebote handeln sollten, underhielten unter dieser Bedingung Verzeihung für ihrenwiederholten Treubruch. Einer aber war nicht unter ihnen,Wittekind, die Seele aller Auflehnung gegen den all-gewaltigen Sieger, er war zu Sivard, oder wie ihndie fränkischen Geschichtschreiber nennen, Sigfrid, demKönige der Dänen entwichen, alldort einen neuen Auf-stand anzubahnen und einzuleiten. Und ob auch Tausendeund Tausende an diesem großen Tage sich taufen ließen,