Band 
Sechster Theil.
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vereinigt zum Erzbisthume für den Norden der gesammtenGermanenwelt, also insbesondere auch für Skandinavien.Wir werden das Nähere davon im Leben des h. Ans-kar vernehmen.

Die Ueberwcisung der Missionsherde an ältere Kirchenhatte den doppelten Zweck, der Glaubenspredigt sowohlden Rückhalt als den Unterhalt zu sichern. Allein die Be-dürfnisse des undankbaren Neubruches verlangten mehr.Der große König-Apostel griff deßhalb noch zu dem be-denklichen Mittel, dem ohnedies schon so schwierigen Volkedie ihm noch nie erhörte Last des Zehnten aufzulegen zumUnterhalte von Beamten und Anstalten, in denen es immernoch bloß die verhaßten Werkzeuge seiner Unterdrückungerblickte. Er bestimmte im Reichstagschlusse von 785: »daßalle Sachsen den zehnten Theil ihres Vermögens und ih-rer Arbeit den Kirchen und Priestern geben, die Adeligen,die Freien und die Lazzen, nach dem, was Gott einemjeden derselben verliehen/' Die Gemeinsreren wurden da-durch zu Halbsreien herabgedrückt, die Halbfreien aberdoppelt besteuert, die Edclinge jedoch, um sie desto eherzu ködern und vom Volke loszureißen, aus dem Wege außer-ordentlicher Gnade größtentheils der verhaßten Bürde ent-lastet, und damit der Zwiespalt und mit ihm die Unter-jochung der Nation vollendet. Die Drachenzähne schössenzu der üppigen Saat empor, die zum Stellingabund undzum Bauernkrieg reifte.

Beides bereits im Herzen gieng das sächsische Volk,erbittert einerseits über das Christenthum, das ihnen vonihren Todfeinden, den Franken, aufgezwungen wurde, an-dererseits über ihren eigenen Adel, der sich zum Werk-zeuge derselben hergab, von dem Reichstage zu Pader-born aus einander, und wie nun gar vollends die Kunde