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Sachsen. Er rückte mit der einen Hälfte seines Heeres vonFrankfurt aus nordwärts, sein Sohn Karl mit der andernüber den Rhein und von Cöln aus ostwärts in ihreGrenzen. Die Sachsen lagerten auf dem Sinotfelde oderSendfelde, südlich von Paderborn, und erwarteten den Königalldorten zur offenen Feldschlacht. Aber sie besannen sich nochbei Zeiten eines Besseren, die Gemeinsreien und Lazzen standenallein, der Adel verweigerte die Betheiligung am Kampfe:da sank ihnen der Muth, und sie gaben sich ohne Schwert-streich in die Gewalt des Gewaltigen und gelobten miteinem Eidschwur Unterwerfung und Treue und stelltenGeißeln. Allein Karl begnügte sich diesmal nicht mehr mitder bloßen Geißelstellung, er griff zu einer entschiedenemund entscheidendem Maßregel, er fing an ganze Massender Bevölkerung zur Verpflanzuug in das Innere seinesReiches wegzuführen. Aber was war die nächste Folgedavon? Nur eine Steigerung des Ingrimmes, durch dieer selbst das Gewonnene wieder aufs Spiel setzte.
Der Longobardenkrieg rief alle südöstlichen, der Sach-senkrieg alle nordöstlichen Grenzvölker des Frankenreicheszu den Waffen; Karl glaubte das Vorwerk abschneiden zumüssen und legte dem hartnäckigen Volke, dessen Unter-jochung von ihm beschlossen war, seinen rechten Arm inden Rücken. Dort saßen in der Richtung von Norden nachSüden, von der Ostsee an nach einander: hinter den Nerv-al bin gern, welche die jetzigen Gebiete von Holstein,Hamburg und Lübeck inne hatten, die Abotriten imheutigen Meklenburg; hinter den Ostfalen und zwarden Nordthüringern die Linonen und Smeldinger,kleinere Völkerschaften, sonst zu den Milzen gerechnet,zu denen sie hielten, erstere im südwestlichen, letztere nebenihnen im südöstlichen Meklenburg, und die Milzen oder