Band 
Sechster Theil.
JPEG-Download
 

283

Schreckens. Bon 793 an setzte er die Verwüstungszügenach der untern Elbe wieder auf seine Jahresordnung.Im Jahre 797 rückte er mit der Brandfakel in der Handbis in die Landschaft Haduloha (Hadeln), zwischen denMündungen der Elbe und Weser, und zog, nachdem erbereits nach Aachen zurückgekehrt war, noch einmal imNovember desselben Jahres mit ungeheurer Hceresmachtin das bereits zur Volkleeren Wüste gewordene Land, schlugein Standlager auf am Einflüsse der Diemel in die Weser,die Wiege des noch jetzt sogenannten Herstelle, ver-theilte aber das Heer, welches er mit sich führte, über dasganze Land in die Winterquartiere und ließ es in den-selben und blieb selbst im Lande bis nach Ostern 798.Da brachen die Nordalbinger los, die allein noch athmenkonnten, und erschlugen die königlichen Sendboten, welchezu ihnen gekommen waren, um Recht zu sprechen, undmit ihnen auch einen Gesandten, mit Namen Gott-schalk, welchen Karl etliche Tage zuvor an die Dänengeschickt hatte, und der nun auf dem Rückwege von ihnenbegriffen war, und zogen mit Hceresmacht gegen die Abo-triten, wurden aber von diesen bei Schwante an derWarnow, südlich von Rostok, blutig zurückgewiesen,Karl aber entwaffnete mittlerweile alles Volk zwischender Weser und Elbe auf dem alten gewohnten Wegedes Schreckens und schickte im folgenden Jahre (799)seinen Sohn Karl zu den Nordalbingern, Rechnung zubalten mit ihnen, während er selbst die Angelegenheitendes ganzen Sachsenlandes zu Paderborn wieder >n seinerWeise, doch zur Abwechslung auch einmal wieder ausdem Wege der Güte, ordnete.

Und nun war Frieden im ganzen Lande, tiefer Frie-den, denn das ganze Land war zum Friedhofe geworden,