Band 
Sechster Theil.
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nur jenseits der Elbe unterhielt die Berührung mit demunbezwungenen und unbezwinglichen Däneuvolke nocheine letzte Lebensspur in der ungeheuern Leiche des Sach-senvolkes. Der große Franke konnte seinen »ehernen De-gen« getrost in andere Länder tragen, um die blutigenLorbeeren, die er im Vertilgungskampse gegen den letztenUeberrest des Germanenthums errungen hatte, am ent-gegengesetzten Ende seines Reiches zur römischen Kaiser-krone flechten zu lassen. Aber nach dem glaubte er auchnoch die letzten Zuckungen der furchtbaren Sachsenleicheunterdrücken zu müssen und ließ im Jahre 802 das Ge-biet der Nordalbinger durch ein Heer verwüsten, das erim Sachsenlande selbst ausgehebert hatte aus der neuenBevölkerung, die er in demselben angesiedelt: eine Maß-regel, welche nur durch die nun vollendete Vernichtung derNation ermöglicht war, und eben diese Vernichtung vol-lends besiegeln sollte. Zwei Jahre darnach, zu Anfang desSommers 804 rückte er zum letzten Male mir einer Kriegs-macht in das umgebrochene Land und hielt seinen Reichs-tag wieder einmal zu Lipp spring. Von dort ausrückteer abwärts nach der Elbe und schlug ein Standlager beiH oldenstad (Hollenstadt, südlich von Harburg), um dorteinerseits seine letzten Maßregeln rückstchtlich der nun völ-lig unterworfenen Sachsen zu nehmen und die Verhält-nisse der ihnen benachbarten Slaven zu ordnen, anderer-seits ein Abkommen mit den Dänen zu treffen. Er rißzur Krönung seines Vertilgungswerkes noch einmal zehn-tausend Mann mit Weib und Kind von beiden Ufern deruntern Elbe los und siedelte sie in verschiedenen Gegen-den Deutschlands und Galliens, besonders im Würzbur-grschen und Flandrischen an, und füllte die Lücken, die sieim Heimathlande hinterließen, mit Abotriten aus und setzteals letzte Bedingung des Friedens fest, daß die Sachsen