Band 
Sechster Theil.
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die Angelsachsen in Britannien, und die Christen aufder pyrenäischen Halbinsel. Aber beide erkanntenden großen Beherrscher dieses Reiches wenigstens als denvon Gott gesetzten Ordner und Richter der gesammtenChristenheit an. Im Jahre 808 kam Eardulf, der Kö-nig der Northumbrier, vertrieben von Land und Leutenzu ihm nach Neumagen und begab sich, nachdem er denZweck seiner Reise dargelegt hatte, von dorten nach Rom,und wurde sodann, von da zurückgekehrt, durch Gesandtedes Papstes und des Kaisers wieder in sein Reich einge-setzt. Einer Western Unterwerfung bedurfte es von Seitender Angelsachsen nicht, der Baum des Lebens grünteund blühte fröhlich unter ihren gottseligen Fürsten, dentreuen Verbündeten des großen Kaisers, den sie wie einenVater ehrten. Die Christen in Spanien aber, dieSöhne der alten Westgothen und ihrer Begleitstämme,schmachteten unter dem eisernen Joche der Mauren wenig-stens nach der Entknechtung ihres heiligen Glaubens, unddie ganze Christenheit schmachtete mit ihnen nach Befrei-ung von der Furcht vor den wilden Bekennern des Islam,die ihr besonders mit ihren Seeräuberflotten von allenSeiten Verderben und Untergang drohten.

Der große Eroberer mußte sein Schwert, wenn er esanders im Dienste des Reiches Gottes führte, hauptsäch-lich auch nach dieser Seite kehren, und Gott selbst wiesihn mit demselben nach dieser Richtung. Er säete Zwiespaltunter die maurischen Fürsten und rief auf diesem Wegeden großen Weltordner durch sie selbst zum Schlichten undRichten in ihre Grenzen. Im Jahre 777, auf dem erstenReichstage zu Paderborn, vom Hmir von Saragossa, wiewir gesehen haben, gegen dessen bisherigen Oberherrn, dasHaupt der abendländischen Sarazenen, den Kalifen von

Einfuhr. reS Christenthums. VI. fg