Band 
Sechster Theil.
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Cordova, zu Hülfe gerufen, drang er im folgenden Früh-jahre mit zwei Heeren, dem einen durch den Paß vonBellegarde, dem andern durch den Paß von St. JeanPied de Port, über die Pyrenäen und eroberte zuerst Pom-pelone (Pampluna), die Stadt der Navarrer. Von dafetzte er in einer Furth über den Strom Hiber (Ebro),rückte vor Cäsaraugusta (Saragossa), die vornehmste Stadtjener Gegenden, nahm daselbst die Geiseln in Empfang,die ihm deren Emir oder Statthalter, Jbn al Arabi,von andern Quellen auch Soleiman el Abdari ge-nannt, und etliche andere Maurenfürsten anboten, kehrtemit denselben nach Pompelone zurück, ließ die Mauerndieser Stadt schleifen und wandte sich dann wieder in dieSchluchten der Pyrenäen, um seine Rückkehr nach demFrankenreiche anzutreten. Auf den Höhen derselben aberhatten sich die treulosen Waskonen in Hinterhalt gelegt,und fielen nun im Passe von Roncevalles über die Nach-hut des Frankenheeres her und brachten demselben trotzseiner Ueberlegenheit an Uebung und Bewaffnung wegen derUngunst der Oertlichkeit und der Verschiedenheit der Kamps-weise eine blutige Niederlage bei und erschlugen viele fernerFührer, unter ihnen namentlich den Grafen der bri-tannischen Mark (der Bretagne) Roland, des großenKarl's Schwestersohn, und seinen Truchseß, den ge-treuen Ekhart, sowie seinen Psalzgrafen Anselm, diesagengefeierten Helden; und ihr Tod konnte für den Au-genblick nicht einmal gerochen werden, denn die Verräthcrzerstreuten sich nach der Ausführung ihrer Schandthat indie Gebirge und deren Urwälder, und nicht die geringsteSpur leitete darauf, in welchem Schlupfwinkel sie zusuchen seien.

Dieser Doppelschmerz umzog im Herzen des großen