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und die fränkische Streitmacht war ihm ohnedies über-legen. Er kürzte seine Unternehmung zu einem gewöhnli-chen Freibeuterzuge ab, blieb nur etliche Tage an derKüste liegen, brandschatzte und plünderte dieselbe, machteerneu abotritischen Herzog durch Hinterlist zu seinem Ge-fangenen und henkte ihn an einen Galgen. Er wolltedein von Karl dem Großen eingesetzten Könige Traskodasselbe Loos bereiten. Der aber ahnete den Verrath, dender Däne zu erkaufen gewußt hatte, und entwich, Gott-frid aber, wenn er nicht selbst in die Grube fallen wollte,mußte sich mit Verlust seiner tapfersten Krieger inraschester Eile aus seine Schisse zurückziehen, zerstörte aberzuvor noch den an der See gelegenen Handelsplatz Rorik(Norich bei Wismar) und führte dre dortigen Kaufleute sammtihren Reichthümern, so viele er deren zusammenraffen tonnte,mit sich fort in seinen Grenzhafen Sliesthorp, blieb alldortenetliche Tage und beschloß und begann die Markscheide gegendie Sachsen mit einem Bollwerke zu schirmen, das von einemeinzigen Thore unterbrochen, welches groß genug war, um Wa-gen und Reiter durchzutasten, von der Ostsee das ganze nörd-liche Ufer der Egidora (Eider) entlang bis zur Nordsee reichte,und kehrte sofort, nachdem er die Ausführung dieses Werkesunter seine Hauptleute vertheilt hatte, nach Hause zurück.
Mittlerweile nahm des Kaisers kriegsgeübter SohnKarl Rache an den Linonen und Smeldingern, ver-wüstete ihre Lande weit und breit und kehrte nach weni-gen Wochen mit Beute beladen zurück nach dem Sachsen-lande, der Kaiser aber ließ durch seine Sendboten zwei neueBurgen an der Elbe erbauen und legte Besatzungen indieselben zum Schutze gegen die Einfälle der Slaven. Dar-auf ließ ihm der verschmitzte Dänenkönig durch Handels-leute sagen, er habe gehört, daß er böse auf ihn gewor-