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den sei, dieweil er im vergangenen Jahre ein Heer gegendie Abotriten geführt, Rache zu nehmen für Beleidigungen,die sie ihm angethan. Er sei bereit, sich darüber zu recht-fertigen, und schlage zu diesem Behufe vor, von beidenSeiten Bevollmächtige an einen bestimmten Grenzort zuschicken, durch welche eine billige Ausgleichung zwischenihnen erzielt werden könnte. Der Kaiser war damit ein-verstanden, und die beantragte Zusammenkunft fand ander Eider statt. Man sprach lange und viel hin und herund machte allerlei Vorschläge, ging aber am Ende, ohneirgend etwas festgesetzt zu haben, aus einander. Traskojedoch, der Abotritenkönig, obwohl der Däne einen Sohndesselben als Geißel mit sich genommen hatte, bot seineLeute auf und unternahm von den Sachsen mit einemHülfsheere unterstützt, einen Rachezug wider die Milzen,verheerte ihr Gebiet mit Feuer und Schwert und machtegroße Beute, zog sodann nach Hause zurückgekehrt, Ver-stärkung von den Sachsen an sich und eroberte mit ihrerHülfe die Hauptstadt der Smeldinger und unterwarf sieseiner Herrschaft, fiel aber bald darauf in Renk durchMeuchelmörder, die der Däne gedungen hatte.
Länger konnte der Kaiser das ruchlose und übermü-thige Treiben des Dänenkönigs nicht mehr müßig mit ansehen.Er errichtete an der Stör eine Grenzveste gegen ihn, Eses-felth, das nunmehrige Jtzehoe, und rüstete sich zum An-griffskriege. Es war im Jahre 810, er verweilte eben zuAchen und trug sich mit dem beabsichtigen Feldzuge. Daerhielt er die Botschaft, eine normännische Flotte von 200Schiffen habe an der srisischen Küste gelandet und nichtnur alle anliegenden Eilande verwüstet, sondern auch einHeer an's Land gesetzt, und dieses habe bereits drei Schlach-ten gewonnen und abgesehen von der Beute, welche es