«»geachtet wünscht er, daß sie das Thema bisweilen nachdein Umstand der Zeit wählen , besonders wenn wichtigeConsonkturen ausser oder inner dem Land vorhanden sind,oder ein hohes Fest oder Solennitat bor der Thür ist«Er möchte nach Sreelena Beyspiel eher lateinische De-visen haben *), weil sie solchen Lesern gefallen, vor welcheMan doch am End die meisten Egards haben müsse:i, Und wenn die lieben Mädgen schon darüber ein we-
nig ungeduldig werden », (heißt es) „ so muß man„ sie gewöhnen , daß sie die, so ein wenig Latein ver-„ stehen, um die Explikation fragen , und also unter» beyden Geschlechtern eine genauere Bekanntschaft, und„ mehr Discours raisonez in den Gesellschaften pflan-„ zen — So wünscht er ferner, daß Lodmer alleDiscourse revidire, „ und nach der Reinigkeit der deut-j- schen Sprache in die Falten richte; denn sonst möchte» es Difformitäten geben Besonders aber dringt erdarauf, gesunde Religion und Fröinmigkeit vor allenDingen den Lesern einzuflössen. » Dein Discours von„ den Gedanken endlich sagt Meister , » hat, wie„ alles was dein kluger Geist kochet, die gedoppelte„ Dotem , daß er sehr klar und sehr lustig ist. „ —
Unterm igten Febr. sandten Dreilinger und Hagenbuchein , wie es scheint, gemeinschaftlich verfertigtes Blatt,welches aber dem schlechtesten in dem gedruckten Sitten-maler nicht die Füsse wascht, gan; in LohensteinischenrGeschmack, und voll der unausstehlichst pedantischenErudition, Vodniern ebenfalls zur Prüfung, so wie Erihnen neuerlich die seinigen.
Unterm i4ten schrieb, er wieder Meistern , der sichMit ihm in einen weitschichtigcn Streit über sein Systemvon den Gedanken eingelassen, und gegen Lodmern denSatz behauptet hatte, den dieser ihm endlich zugiebt: Si*) Man folgte ihm.
Schw. Mus. Augstm. 1783. H