Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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wurde abgeschafft; die CC. machtm eim Gesetz / welchesbefahl, die Glieder der Regierung bloß aus den Bür-gern zu nehmen , und den Rath jährlich zu bestätigen.Der erstere Artickel muß schlecht beobachtet worden seyn ;denn ein neues Gesetz vom Jahr 146;. schrieb dem Rathund den Sechszchen vollends die Regel vor, keinen zueinem Mitglied der CC* zu erwählen, der nicht zehen Jahrin der Stadt gewöhnet, und daselbst ein Haus besässe.Man hatte die Absicht, die Hauptstadt zu bevölkern ;Freyheit, Arbeitsamkeit, und sparsame Mäßigkeit tharten es in den angehörigen Landschaften genugsam.

Wahrscheinlich benahmen die ungeheuern Steuern(man nennte fle Teile, Teilungen) die man von Zeitzu Zeit von den Bürgern foderte, den Fremden die Lustsich zu Bern niederzulassen. Der Geist der Regierunghatte sich die Dergrösserung des G.biets zum Ziel gefetzt,und vernachläßigte daher keine Gelegenheit, die Lände-reyen und Rechte der Oberherren an sich zu kaufen. DieseSteuern stiegen bis auf den vierzigsten Theil des Ver-mögens eines jeden Bürgers. Der niedrigste Zins desGeldes war Zehen vom Hundert; und gemeiniglich lies-sen sich diejenigen , welche auf Pfänder leiheten ( mannennte sie Caverchini) wöchentlich zwey Pfenninge vomPfund bezahlen. Ungeachtet der Seltenheit der klingen-den Münze nahm doch der Aufwand schon damals un-gemein zu. Ein Schriftsteller aus dem XV. Jahrhun-dert ( Albrecht von Bonstetten) rühmt nicht wenig dieSchönheit dee Häuser zu Bern , die grossen Gärten, dieBcgucinlichkeit unter Bogcugewölben durch die ganzeStadt gehen zu können, die weiche Lebensart der Frauen,und den Geschmack an Vergnügungen, welchem auch dieMänner nachhiengen. Ein andrer (Valerius Anshelm)jammert häufig über die immer steigende Pracht undUeppigkeit. „ Man macht (sagt er) aus drey Häusern