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Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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einen Stall; es kostet eben so viel seinen Bart streh-„ lcn , als es ehmals kostete sich scheeren zu lassen, undM alles ist in Verwirrung ». Den Grund dieser Un-ordnungen findet er in der Beute, die man den Bur-gundern abgenommen, deren Kleidung und Sitten mannun ebenfalls nachgeahmt. Commes sagt, daß die Pen-sionen, welche Ludwig XI. unter die Schweißer ausge-theilt , dieselben an das Gold, welches sie vorher nurwenig gekannt, so sehr gewohnt, daß sie sich darüberbeynahe auf immer wieder von einander getrennt hatten.

Die Regierung that lange nichts , um den Luxus zuhemmen. Erst zur Zeit der Reformation erschienen dieersten Aufwandsgesetze, oder sogenannte Sittenmandate.

Inzwischen betrafen diese Verordnungen mehr einigeModen, die man ärgerlich fand, als aber den eigentli-chen Aufwand. Nur seit dem laufenden Jahrhundertverbieten diese Gesetze alles Gold und Silber auf denKleidern ; alle Edelgesteine, Spitze, Hazardspielc; selbstdie Commerzspiele sind auf einen Verlust von io. Fran-ke» für einen Tag herabgesetzt.

Uebrigens weiß man, daß mehrere Jahrhunderte vorden Burgundischen Kriegen zu Bern ein beträchtlicherauswärtiger Handel mit Tüchern, welche man Lerner«tuch nennte, und worüber noch Verordnungen von 1307.' vorhanden sind , und neben dem auch mit Leder und lei-nerncn Tüchern, getrieben worden. Der Adel war so ei-fersüchtig auf das Vorrecht, Edelgesteine, Seide, undvornehmlich sehr hohe und lange Schnäbel an den Schu-hen zu ttagen, daß er die Stadt für einige Zeit verließ,da die Regierung im Jahr 1460. aus Frömmigkeit ver-boten , mit solchen Schnäbeln in die Kirche zu gehen.

Die Reformation begünstigte die Heyrathen; abermehr aus religiösen als politischen Grundsätzen. Dennaus einer Satzung von 1536. und einigen nachfolgenden,