Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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man neben Tische mit solchen-Hautstlhierchen nur keinWort verliere. — Aber Hola ! Die Herre n bedenken nicht,ttw 6 einem zanksüchtigen und dabey häßlichen Weibe,nebst dem Gelde, besonders wenn der Mann keines hat,einerseits die Mischung ihres cholerischen Bluts , ander-seits der angenehme Gedanke, daß das Eheband unauf-löslich sey, für eine Zuversicht, Unverschämtheit undUnablaßigkeit giebt, den Teufel loszulassen. Da spähensie vor allem des Mannes schwache Seite aus. Merkensie, daß ihm Ruhe über alles lieb, und der äussere Scheineines friedsamen Hauswesens nicht gleichgültig ist, sohaben sie per se gewonnen Spiel. Sie verfolgen ihn aufsein Comtoir oder Cabinet, genau wenn er in den wich-tigsten Geschäften oder Studien begriffen ist : Sie weckenihn aus dem ersten Schlaf auf, und drohen vor der gan-zen Nachbarschaft die Sturmglocke anzuziehen, wenn ernicht über irgend eine verwünschte Grille, die entwedermit seiner Ehre oder mit seinen Umstanden nicht verträg-lich , oder sonst seiner Denkart tödtlich zuwider ist, mitihnen auf der Stelle capituliren — d. h. aufs Haar nach-geben will. — Sieht hingegen eine andere den ihrigen«ntschloßncr; kennt sie entweder seinen kaltsinnigen Spott,der die mehrern Male, aber doch nicht immer , bey zweyClassen von Geschöpfen, bey Schwärmern und dann ebenbey Schälken , am meisten ausrichten kann; oder fürch-tet sie gar von einem etwas militärisch gesinnten Ehepa-trott noch argcrs ; verdient sie, kriegt sie eine solche Be-handlung , so läuft sie den Aeltern, dem Seelsorger, demStillstand und Ehegericht nach, und schämt sich nicht alleGradus auszustehen , wenn sie nur den Mann prostitui-ren kann. Da klagt sie über Mord und Todschlag, überIrreligion und Ehebruch ; setzt ihre Keuschheit mit denAusschweifungen ihres gottlosen Gemahls in einen sostark riechend-en Contrast , daß den Richter das NiessenSchw. Mus Augftm. 1733. M