Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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20 .

Nach neun bet bangsten banget TageGlänzt kann, deer Morgcnstralen Spiel,

So findt er enidliich feinet PlageUnd feims .'Kannpfes nahes Ziel.

Er tust hinrb „ umb leget niederGenau aasis D^ach sein lauschend Ohr —

Und — Himmel! — ihm antwortet wiederEin Men'cheulaiut — so kam's ihm vor!rr.

In Eile öffnet er den LadenDes Rauchfangs *), und ergreift das Sei!

(Für ihn ein starker Liebesfaden **);

Herunter gliischt er wie ein Pfeil ,

Durch des Kamines Finsternissen!

Sciu treues Herz von Liebe warm,

Fleugt er entgegen Edwigs Küssen —

Und — Edwig ist — in seinem Arm! ##»)

22 .

„ O Edwkg, Gabe von, Geschicke!

„ Wie wirst du mir itzt doppelt süß!

» Da mich den Wertb von meinem Glücke» Erst dein Verlust recht schätzen ließ!

» O welchen Echnierz hab' ich empfunden!

„ Wie bluteie mein banges Herz!

» Der Tvdesgrust bist du entbunden;

» Zur Wonne wird mir nun der Schmerz „!

Die Rauchfänge, oder vielmehr die Oeffnung des Daches, durchwelche der Rauch aus den Hütten der Alpenbewohner hiuaussteigenkann, sind mit einem doppelten Windladen bedeckt, den man per-mittelst eines Seils, das zur Seite des Feurheerdes hängt, auf-zieht oder hinabläßt. Dieß ist sehr nothwendig, um das Schneege-stöber , und die Gewalt des Windes aufzuhalten.

*») Man kennt aus der Mythologie den Faden der Ariadne."^n)U)alser erzählt die Geschichte und sagt: Edwig habe sich währendihrer Vergrabung unter der Lauwc von der Milch einer Ziege ge-nährt, die zufälliger Weise in der Hütte gewesen.