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„ mischen Neigungen den vollen Zügel schiessen laßt;„ daß der Alte, was Er in der Jugend selbst begangen,„ an jenem mit grosser Ernsthaftigkeit bestraffct, u. s. f.» Wann Sie nun, wertheste Freunde (Sie vergeben mir,, 3 daß ich Sie mit diesem Worte , obschcn ich die Ehre» nit habe, Sie von Person zu kennen, anrede; denn» alle diejenigen billich meine Freunde sind , die für die„ Wohlfahrt des menschlichen Geschlechts arbeiten) wenn„ Sie nun jene heilsame Selbsterkanntnuß bey sich befin-» den, so können ihre Schriften nit änderst als annehme„ lich fallen. Wann die Materie nit nm wohl ausgelcr» sen, sonder auch wohl ausgeführet wird; wann die» Abschildcrungen und Vorstellungen lebhaft, die Schreibe„ art fliessend und ungezwungen , die Sätze nit allzm„ weitläuffig , die Sprüche nit allzusehr hinter einandern gesetzct, sondern die Kürze und Klarheit beständig mit» einander verknüpfet stehe» ; wann sonderlich die Reunigkeit der deutschen Sprache beybehalten wird, u. s. f.» so wird man ihre Blätter mit größter Vergnügung und» Nutzen lesen. Ich bin zwar, was den letztcrn Punkt„ betrifft , nit der Meinung, daß man unsre teutsche» Sprache mit frömdcn Wörtern, gleich andern, nit auch,, soll bereichern. Allein wann ich ein gut teutsch Wortfinde meine Gedanken auszudrucken, so wollte ich nit„ bald ein frömdes gebrauchen ; und ist gewiß, daß» unsre Sprache, wann man sie wohl verstehet , so reich„ rmd nachdrücklich als immer eine andre ist, und, wann,, sie mit frömden Worten nit vermenget, viel besserfliesset,. Am End giebt er der Gesellschaft den Rath:„ Einen grossen Herrn und Liebhaber der Wissenschaften* zu Zürich zu ihrem Haupt oder Patron, nach dem Bey-„ spiel der französischen Akademie zu erkiesen „; beson-ders aber in der Wahl ihrer Mitglieder sorgfältig zu seyn,und nur solche aufzunehmen, » die mit reinem Gehirn