Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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» die Wette, welches ihr am besten stehe; ein paar der„ kostbarsten Handschuhen mit Gold-Frangen, subtile,3 Schuhe mit Blumen und Laubwerk durchwürket; die„ Finger voll Demanten, Jaspis und Saphiren ; die„ Ohren mit den größten Perlen beladen: Alles das„ erweckte meine Curiositet zu schauen, was unter die-„ sein theuren Putz verborgen? — Ein wohlgewachßner,3 Leib, ein Antlitz voll Lcbhafftigkeit, ein süsser Mund,„ feuerreiche Augen.—Was mehr?— Eine irrdische Seele,3.

blro. IX. und X. beyde von Breikinger sind.vor-treffliche Stücke, und verdienen, zumal das erste,ganz gelesen zu werden. Es fuhrt zur Aufschrift: wieman des niedergedrückten Vernunft bey sich wiederaufhelfen könne. Das andere handelt: von den vor»zügen der denkenden Menschen, und den Vorthei-len , welche uns die Einsamkeit gewähret. Aus jenemnur folgende Stelle : „ Wenn endlich der Mensch alle33 diese Hindernisse 33. (welche Erziehung, Täuschung äusse-rer Sinne, Uebereilung, Vorurtheil des Ansehens u. s. f.ihm bisher in den Weg gelegct) „glücklich überstanden,3 hat, alsdann hat er die Vernunft wieder frey, und„ ist in der Situation sie zu gebrauchen, und zu medi-„ tiren. Da er vormahls so thöricht gewesen, und an-,3 dere Leuthe gefraget, was er von einer Sache gcden-33 ken, und wofür er sie ansehen sollte , wird er jctzo in,3 sich selbst gehen, und sich fragen, was er von der,,3 oder einer andern Sache, welche ihm aufstößt, geben»,3 ken könne, u. s. f. — In dem andern Stücke lesenwir: ,3 Der denkende Kopf lebet in der That niemahls»3 vergnügter, und hat auch niemahls mehr Geschaffte,3 als wenn er allein ist. Alsdann unterredet er sich mit33 sich selbst; er giebct seiner Imagination und seinen,3 Gedanken den freyen Lanff; sie brechen aus, undfüh-« ren ihn auf die Staats - Geschaffte der mächtigsten