Als nun einer der Spielenden zu wissen begehrte, waser da mache , versetzte ihm der Philosoph: ,-Mylord!„ Ich mochte, so viel ich vermag, mir Ihre Gesellschaft„ zu Nutze n'achen. Schon lange hab ich mit größter„ Ungeduld die Ehre erwartet, mit so einsichtigen Mäur„ nern nmzugehn. Nun ich derselben theilhaft gcwor-„ den bin r bemühe ich mich sorgfältig, ihre Gespräche„ aufzuschreiben; und bereits hab' ich den Jnnhalt des-„ jenigen, was nun inuert zwey Stunden verhandeltworden, wirklich aufgezeichnet. „ Die Herren fandensich beschämt, legten die Karten auf der Stelle weg, undbrachten den übrigen Abend mit Discourircn zu.
Xro. XV l. Ueber die Pedanterie, von Bodmerund Lreitinger gemeinschaftlich verfaßt; ist voll Witzund Natur: »Der Pedant (heißt es unter andern:)» sagt niemals: Es dünket mich. Sein Sprüchwort„ ist: Das Ich weiß es nicht, sey die Antwort der Eseln» — Die Jungfer Llcria ist eine Pedantin. Sie wirft» Französische Wörter in ihre Rede, welche sie radebricht,„ und unrecht applicicret; sie laßt sich einen Minuet auftspielen, und tanzt einen Gassenhauer; sie lehret die„ Complimente aus kNenantens kNanier höflich zu co».„ vtrfven und aus seinen Romanen auswendig „. Bey-läufig wird eine Dissertation des Professor Läufers vonBern, von dem rechtschaffenen Gelehrten, sehr erho-ben. Er schildert darin den Pedanten Afranius, dem dieMilchstrasse so wohl bekannt sey als die Gasse seiner Mai-tresse, und der die Sterne mit mehr Gewißheit zahle alsseine Schillinge, u. s. f.
Nro. XXI. wie man sich durch Betrachtung seinesNebennienfthen verbessern könne? von Breikinger,ist gut, und behauptet und erläutert durch wohlgcwählteBeyspiele besonders den Satz : Daß die Moral mitunendlich grösserm Nachdruck durch Exempel als durch