Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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Decken des Cantons Uri. Hier hielt ich auf meiner Reiseins Walliscrland Rast, nachdem ich mit cinichen Abste-chern über die Fnrke und den Sauet Gotthard fertiggeworden, und mir nun vorgenommen , über die eben-! beschricbne Kette von Bergen in den Canton Glarus zureisen. Ich hatte einen Reisegefährten, der, wie ich, andie Beschwerlichkeiten und Gefahren der Alpen gewöhntwar. Wir verliessen uns auf die Fertigkeit, die wir unserworben hatten, uns aller Orten zu orientiren, undverreisten ohne Wegweiser. Eine Stunde von Altorf ka-men wir ins Schächenlhal, welches sich von West gegenOst ausbreitet, und wir grenzen allmahlig bis an denFuß der Berge fort. Abends um eilf Uhr langten wirzu Unterschächen an ; einem kleinen Dorf, das bey-nahe zu untcrst in diesem Thale, etwa vier starke Stun-den von dem Eingänge in dasselbe liegt. Hier warenwir gesinnet zu übernachten; aber schon schliefalles, undüberall herrschte das tiefste Stillschweigen. Wir fürch.keten keine Herberge zu finden, und waren beynaheentschlossen, auf gut Glück unsern Weg fortzusetzen.Eine helle Nacht lud uns mit ihren Annehmlichkeitendazu ein. Der Mond erschien mit einem ungewöhnli-chen Glanz, und versilberte die Eishaufen des Clausber-ges mit »»gemeiner Pracht; die Sterne funkelten im rein-sten Glänze: Kurz alles verkündigte eine von den Nach-ten , und verhieß eine Morgenröthe, wie man beyde nur in.den Alpen sieht. Inzwischen waren wir schon ermattet,und fürchteten uns / wir würden es gegen die Kalte,die man auf hohen Bergen empfindet, nicht aushaltenkönnen. Wir gaben daher unser Vorhaben auf, undklopften an der Thüre des Pfarrhofes an, welcher indiesem, wie in allen andern Schweitzcrdörfern in denenkeine Gasthöfe sind , die Zuflucht der Fremden ist. DieMagd machte auf; gab uns Brodt, Käs, und ein elen-Schw. Mus Sepremb. 1783. ' P