Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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get / vom Vorsteher und Landschreiber besiegelt, und einLandcsbote befehligt / sich damit den Augenblick auf denWeg nach Solothurn zu begeben. Der Dote / stolz aufdiesen Auftrag , bedankte sich gegen ferne Mitlandleuthemit lebhaften Gebehrden, und reiste unter lauten Juni*fungcn ab. Mein vcrehrenswerther Freund / der erwähn-te Magistrat, kam dann auf mich zu / umarmte, undbat auch mich / dem französischen Ambassadeur von allem/was ich gesehen hatte , Nachricht zu geben , wenn ichauf Solothurn käme. Acht Tage nachher hatte ich dasGlück / diesem Auftrag ein Genügen zu thun.

v Nun schritt man zu den Namsungen zu verschiedenenobrigkeitlichen Bedienungen. Mit diesen Wahlen geht esfolgender Maassen zu. Der Vorsteher ruft die Stelle aus ,die itzt vergeben werden soll : Der Landschreiber gehtrings im Kreise herum , und schreibt die Namen derer,die man ihm zum Vorschlag in die Feder giebt, auf einPapier. Jeder Landmann nämlich hat die Freyheit zunamsen / wen er will. Da indessen die Zahl derer, dieeinen natürlichen Anspruch auf irgend eine Stelle haben ,nur gering ist/ so hat man Ehrfurcht für die geschehenenNamsungen , die sich auf einem gewissen Punkt nie ver-mehren. Man stellt sodann dem Vorsteher die Liste zuHanden, welcher nun die Versammlung um einen derCandidaten nach dem andern mehren laßt. Wie er sieausruft / und die Stimmegebende die Hand emporre-cken/ werden die Vota geschätzt/ und man streicht in derListe diejenigen , welche die wenigsten Stimmen haben/aus; das Lvos, oder auch das Stimmengcben , wieoben verdeutet , scheidet die übriggebliebenen. Mas be-greift leicht / daß es damit langsam zugehe. Ungeachtetdie Versammlung schon um zehn Uhr zusammengetretenwar, dauerte sie doch bis Abends um sieben. Sie ollte