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äustern. Diesen Moment darf der Mahler ergreissen ; undmuß es , weil er gerade der einzige ist, der sich nach-bilden laßt. Hier übermahl ein Beleg aus WiclandsOberon.
— Wo nehm ich Athem her, den GrimmDes alten Herrn mit Worten euch zu schildern?
Wie seine Auge sich verwildern,
Wie seine Nase schnaubt? Mit welchem UngestümEr auf vom Throne springt? Wie seine Augen klotzen ,
Und wie von Ungeduld ihm alle Adern strotzen?
V. Gcs. St. 57.
Erstaunen des Stolzes , schwellende Wuth , tobendeRache , die in einander verschlungen zugleich auf dieSeele würfen , werden auf der Oberflache des Körpersgerade sichtbahr , wie des Dichters Schilderung sie er*scheinen läßt. Indessen ist auch hier ein Moment, undzwar gerade der des Aufspringens, wo alle als Symbolein das Aug des Beobachters einfallen müssen; dieß istder Moment des Mahlers, der mich, nicht wie der Dich-ter von der Ursach auf die Würkung, sondern von derWürkung auf die Ursache zu schliesset! zwingt.
Würktcn hingegen mehrere geistige Kräfte zwar inEinem Moment, aber so, daß die Symbole der Würkungvielfach und dock am gleichen Theil des Körpers sicht-bar würden , so müßten die Symbole succeßif seyn;zugleich und nebeneinander können sie unmöglich überden Körper Hinschweben. Und so verhielte es sich mit die-sem Fall wie mit der obigen einem, wo Succeßiou inder Bewegung den! Mahler eine anschauliche Nachbil-dung des Ganzen auch unmöglich niachte, und ihnzwang, aus den sinnlichen Andeutungen der erschütter-ten Seele nur eine auszuhebcn und auf die Leinwandhinzuflammen.
Er ists, er ists , rief Sie — allein die SchaamErstickt den Ton in ihrem Rosenmunde.