Eines ungenannten Freu nd s,vom s&. Zimii 1783.
Mir sey vergönnt über jene Stelle des Herrn Ra,mond , Löbl. Stand Urt , noch mehr aber Löbl. StandZug betreffend, *) zu bemerken : Daß gewiß unter allenSchweitzern die Einwohner dieser beyden Stande in alle--weg die wenigste Aehnlichkeit unter sich haben, und einwahrer Menschenkenner die erstem gewiß nicht unter dieroh.sten und unbändigsten Leuthe in der Schweiß zahlenwird. Was denn die lctztern betrifft: Wenn man alle-mal aus wenigen einzelen Begegnissen , ja selbst aus ir-gend einem blutigen Auftritte, auf den Charackter einesganzen Volkes schliessen wollte , Mein Gott ! wie müß-ten , sowohl aristokratisch als selbst monarchisch beherrschteVölker unter unsern Nachbarn bisweilen auch von uns,und kurz je ein Staat von dem andern angesehen und be-schrieben werden. Ich wünschte also um der Ehre unsersSchweitzerlands willen , (zu deren Beförderung es ge-wiß nicht gereichet, wenn dergleichen, ich darf wohl sa-gen Unwahrheiten und Beschimpfungen, welche Frömde,und nicht selten auch Einheimische bald dem bald diesemLöbl. Stand die Zeit und Jahre her anzuhängen gewohntsind, ganz ungerüget gelassen werden) ich wünschte, sag'tch, daß die obberührten, ssri und Zug betreffenden, sicherviel zu harten Züge, irgendwo , und gerade in IhremMuseo öffentlich geahndet, und zumal unsre Eydsge-nossen der Stadt Zug, die an gewissen seltenen, blutigen,doch nie tödtlichen, Auftritten an dortigen Landsgemein-den den geringsten, und an einigen ehevorigen widrigenBegegnissen , die bey Partikulargemeinden des Löbl»
*> S. Muscum Inl. S. 6«.